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20. Mai 2021 · 10:45 - 12:15 Uhr 25 Plätze verfügbar
Workshop

Was brauchen junge Wohnungslose? Antworten aus der Jugendsozialarbeit.

Junge Menschen sind zunehmend betroffen von Wohnungslosigkeit. Im Workshop soll anhand von Praxisbeispielen gemeinsam diskutiert werden, welche Unterstützung dabei das SGB VIII – insbesondere mit der Jugendsozialarbeit – bieten muss, und auch kann.

In der Jugendsozialarbeit unterstützen, stärken und begleiten sozialpädagogische Fachkräfte junge Menschen auf dem Weg in das Erwachsenenleben und das Berufsleben. BAG KJS und IB treten gemeinsam dafür ein, dass die Rechte von jungen Volljährigen durch ein Recht auf Ausbildung sowie ein Recht auf Wohnen gestärkt werden. Gemeinsam wollen beide Verbände mit dieser Veranstaltung darauf hinwirken, dass die Kinder- und Jugendhilfe ihrer Verantwortung gegenüber jungen Erwachsenen besser gerecht wird und sich des Themas Wohnungslosigkeit stärker annimmt.
Gerade das sozialpädagogisch begleitete Jugendwohnen nach § 13 (3) SGB VIII soll als innovatives Handlungsfeld in dem junge Menschen Partizipation, Wertschätzung und Selbstwirksamkeit erfahren ausgeleuchtet und Innovations- und Ausbaubedarfe diskutiert werden. Dazu sollen auch junge Menschen selber zu Wort kommen. In Themenrunden zwischen Wissenschaft, Verantwortlichen und Betroffenen wollen wir nach Wegen suchen, Wie bedarfsgerechte Hilfen für wohnungslose junge Menschen weiterentwickelt werden können. Das sozialpädagogische Jugendwohnen ist – als kleines Handlungsfeld und mit der vorrangigen Ausrichtung auf Ausbildung – nicht die alleinige Lösung von Wohnungslosigkeit für Auszubildende und junge Menschen in prekären Lebenslagen, aber: Jugendwohnen hat großes Potential und durchaus den Anspruch, auch die (Wohnungs-)Not junger Menschen zu lindern und ihnen beizustehen, wenn sie Hilfe brauchen! Für das Jugendwohnen als eine Leistung der Jugendsozialarbeit/Jugendhilfe investiert die kommunale Jugendhilfe bundesweit derzeit gerade einmal 0,3 % ihrer Mittel.

Ablauf des Workshops

I Einführung und Begrüßung durch die Veranstalter/Moderation

II Vorstellung des Ablaufs: Zwei Themengruppen in Breakout-Rooms
• Thema 1: Hilfen für junge Wohnungslose zwischen den Rechtskreisen. Referenten: Uwe Zuhorst, Geschäftsführer des Jugendwohnheim Kolpinghaus Krefeld und Prof. Dr. Peter Schruth
• Thema 2: Was macht gute Projekte für junge Wohnungslose aus? Referentinnen: Marina Grimm, Leiterin und Esther Marx, Sozialarbeiterin im Projekt Spurwechsel – WG für Menschen in gefährdeten Wohnverhältnissen, (Internationaler Bund, Koblenz) und Prof. Dr. Susanne Gerull

III Zusammenfassung der Ergebnisse aus den Break Out Rooms durch die Mitwirkenden:
• Zusammenfassung von Forderungen zur Stärkung von Hilfen für junge Wohnungslose
• Herausarbeiten von Gelingensfaktoren für gute Hilfeangebote
• Ausblick

Referierende
Peter Prof. Dr. Schruth, Professor an der Hochschule Magdeburg-Stendal
Susanne Prof. Dr. Gerull, Professorin für Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin
Uwe Zurhorst, Geschäftsführer des Jugendwohnheims Kolpinghaus Krefeld
Marina Grimm, Leiterin des Projekts Spurwechsel – WG für Menschen in gefährdeten Wohnverhältnissen, Internationaler Bund, Koblenz
Moderation
Andrea Pingel, BAG Katholische Jugendsozialarbeit
Daniela Keeß, Internationaler Bund
Alissa Schreiber, Verband der Kolpinghäuser
Ausrichter*in
Internationaler Bund (IB) Freier Träger der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit e. V.
Kooperationspartner
Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e. V.

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