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18. Mai 2021 · 15:45 - 17:15 Uhr
Fachforum

Sorge, Umgang, Unterhalt: Die Quadratur des Kreises oder nur eine Frage der Perspektive? (im Online-Archiv verfügbar)

In Debatten zur Reform des Sorge-, Umgangs- und Unterhaltsrecht bleiben Perspektiven und Erfahrungen von Kindern, Jugendlichen und der in diesem Feld tätigen Fachkräfte oft unsichtbar. Wir wollen zu diesem Themenfeld informieren und sensibilisieren.

Sorge-, Umgangs- und Unterhaltsrecht stehen nicht grundlos in der politischen Debatte und einige Reformen, wie sie aktuell auf der gesetzlichen Ebene angegangen werden sollen, sind überfällig. Auch wenn diese Rechtsgebiete dringend den gesellschaftlichen Realitäten angepasst werden müssen, rückt dabei, so scheint es, die herausragende Verantwortung, die Eltern für das Aufwachsen ihrer Kinder in Wohlergehen haben, manchmal in den Hintergrund. In der gegenwärtigen Diskussion um eine Reform des Sorge-, Umgangs- und Unterhaltsrechts stehen sich manche Positionen der unterschiedlichen gesellschaftlichen und politischen Akteure beinahe unvereinbar gegenüber; die Konflikthaftigkeit in den Familien bei Trennung und Scheidung findet sich möglicherweise in den (fach)politischen Diskursen wieder.
Die bisher unbeantwortete und eigentlich unstrittige Grundfrage lautet: Wie können die Rechtsgebiete so ineinandergreifen und weiterentwickelt werden, dass sie für alle Beteiligten - und insbesondere für die betroffenen Kinder und Jugendlichen – und für die meisten Fälle eine gute Lösung bereithalten und inwiefern können sie helfen, die Konflikthaftigkeit von Umgangsstreitigkeiten zu verringern?
In den Debatten bisher weitgehend unsichtbar (u. a. weil empirisch kaum beforscht) bleiben die Perspektiven und Erfahrungen der von Trennung und Scheidung betroffenen Kindern und Jugendlichen selbst; unsichtbar bleiben aber auch die fachlichen Konzepte und praktischen Erfahrungen derjenigen Fachkräfte, die direkt mit diesen Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern arbeiten.
Die Veranstalter wollen mit diesem Forum die Reformdebatte aufgreifen, Fach- und Leitungskräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe informieren und sensibilisieren und ggf. die bis dahin tatsächlich erfolgte Reform diskutieren. Vor allem aber wollen wir der Frage nachgehen, ob und wie die Fachpraxis dem Anspruch gerecht werden kann, die Perspektive der Kinder und Jugendlichen in das Zentrum einer jeden Regelung zu Sorge, Umgang und Unterhalt zu stellen und welcher weiterführender Anstrengungen es bedarf, der Vielgestaltigkeit von familiären Lebenslagen im Kontext von Trennung und Scheidung gerechter zu werden.

Ablauf:
Nach einem einführenden Perspektivimpuls durch Prof. Dr. Sabine Walper (Deutsches Jugendinstitut e.V.) wollen wir Fachkräfte aus der Sozialen Arbeit und der Kinder- und Jugendhilfe (Familien-/Frauen-Väterberatung, Beistände, Familienhilfe, Kindertagesbetreuung, Jugendamt usw.) zur Wort kommen lassen und sind sehr an den Erfahrungen zu Konflikten, aber auch Gelingensbedingungen in Trennungsfamilien und deren Erleben durch Kinder und Jugendliche interessiert.

Referierende
Prof. Dr. Sabine Walper, Deutsches Jugendinstitut e.V.
Britta Altenkamp, Zukunftsforum Familie e. V. Vorsitzende, Mitglied des Landtags NRW, AWO Bezirk Niederrhein e. V. Vorsitzende, AWO Bundesverband e. V. Präsidium
Vera Schreiber, AWO-Erziehungsberatungsstelle, Leitung, AWO Kreisverband Göttingen e. V.
Susanne Altemeyer, Jugendamt Landkreis Lüchow-Dannenberg
Moderation
Wolfgang Kleemann, Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V.
Ausrichter*in
Arbeiterwohlfahrt Bundesverband e.V.
Kooperationspartner
Zukunftsforum Familie e.V.
Michaelkirchstraße 17/18
10179 Berlin
Tel.: 030 2592728-20
Fax: 030 2592728-60 Mail: info@zukunftsforum-familie.de
Web: www.zukunftsforum-familie.de

Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V.
Hausanschrift:
Zeilweg 42
60439 Frankfurt am Main
Tel: ++49/(0)69 - 957 89 - 160
Fax: ++49(0)69 - 957 89 - 190
Web: www.iss-ffm.de
E-Mail: wolfgang.kleemann@iss-ffm.de

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