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20. Mai 2021 · 09:00 - 10:30 Uhr 46 Plätze verfügbar
Projektpräsentation

Modellprojekt „Heimathafen – Careleaver*innen einen Ankerpunkt bieten“

Das Projekt ist 04/2020 gestartet. „Das Bett ist schnell wieder besetzt“ (eine Betroffene). Im dialogischen Projekt werden neue Modelle der Übergangsgestaltung erprobt und in mögliche Finanzierungsmodelle überführt. Erste Ergebnisse werden vorgestell

Vorgestellt wird das im April 2020 gestartete dreijährige Modellprojekt. Neben der Projektkonzeption werden die Ergebnisse der dialogischen Entwicklung der konkreten Konzeptbausteine und die ersten Umsetzungserfahrungen dargestellt und zur Diskussion gestellt.

In dem dialogischen Praxisentwicklungsprojekt werden in enger Zusammenarbeit zwischen der Ev. Jugendhilfe Schweicheln, jungen Menschen, die in stationären Hilfen der Ev. Jugendhilfe Schweicheln leben bzw. gelebt haben, Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe sowie dem Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim neue Modelle der Übergangsgestaltung auf unterschiedlichen Strukturebenen entwickelt, erprobt und systematisch in mögliche Finanzierungsmodelle überführt. Bei der Entwicklung und Erprobung neuer Modelle der Übergangsgestaltung wirken Careleaver*innen zentral mit.

Das Projekt richtet sich sowohl an junge Erwachsene, die in unterschiedlichen Hilfen der ev. Jugendhilfe Schweicheln leben wie auch Careleaver*innen. Während die strukturellen Barrieren von Careleaver*innen in der Forschung mittlerweile identifiziert sind, bleiben die Interventionsstrategien der Übergangsgestaltung bislang noch weitgehend unsystematisch. In diesem Projekt wird gemeinsam mit den jungen Menschen zunächst eine Bedarfsanalyse vorgenommen, die dann in konkrete Maßnahmen überführt wird. Hierzu werden kontinuierlich über den gesamten Projektzeitraum „Beteiligungs-Workshops“ durchgeführt. In einem abgestimmten Konzept werden vor Ort diese Maßnahmen implementiert und erprobt. Vertreter*innen der öffentlichen und freien Jugendhilfe, aus Verbänden und der Wissenschaft wirken in regelmäßigen „Workshops mit Strukturverantwortliche“ mit. Nach einer Evaluation wird das Konzept überarbeitet und mögliche Finanzierungsmodelle sondiert und erarbeitet. Die Erfahrungen werden dann in NRW und auf Bundesebene publiziert und in der Fachöffentlichkeit diskutiert.

Ziel ist eine beteiligungs- und prozessorientierte Projektgestaltung, die eine nachhaltige Grundlage für das zukünftige pädagogische Handeln und die strukturelle und konzeptionelle Verankerung der Übergangsbegleitung bieten soll.

Das Projekt verbindet unterschiedliche Methoden der partizipativen Prozessentwicklung wie auch partizipativer Forschung.

Die Finanzierung erfolgt durch eine dreijährige Förderung der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW und ergänzende Eigenmittel.
Es ist zu hoffen, dass mit der angekündigten SGB VIII-Reform verbindliche rechtliche Grundlagen zum Thema Leaving Care beschlossen werden.

Im Modellprojekt Heimathafen arbeiten in der Ev. Jugendhilfe Schweicheln fünf pädagogische Mitarbeiter*innen auf insgesamt zwei Stellen. Vier Mitarbeiter*innen sind zusätzlich in unterschiedlichen Wohngruppen der Einrichtung oder als Pflegefamilie tätig


Ablauf:
- Begrüßung / Einführung in das Programm / Vorstellung des Teams (5 min)
A: Das Projekt Heimathafen
- Entstehung / Grundidee / Ziel des Projekts (5 min)
- Aktivitäten und Erkenntnisse aus der Praxis im ersten Projektjahr (15 min)
- Diskussion mit einer Leitfrage (20 min)
B. Wissenschaftliche Perspektive auf die Organisation des Leaving Care in der Ev. Jugendhilfe Schweicheln
- Einblicke in Befragung von Fachkräften zu den strukturellen Anforderungen der Übergangsbegleitung in stationären Erziehungshilfen (10 min)
- Adressat*innensicht auf die Übergangsbegleitung – Anhaltspunkte für eine gute Übergangsbegleitung aus einer Online-Befragung (10 min)
- Diskussion (20 min)
C. Ausblick: Eckpunkte für ein Übergangskonzept (5 min)

Als Präsentationsmedien sind der Einsatz von kurzen Videos, analogen Produkten aus dem Projekt, wie den „Dokumentations-Schiffen“ des 1. Beteiligungsworkshops, und klassische Powerpoint-Folien geplant.

Moderation
Prof. Dr. Gunter Graßhoff , Universität Hildesheim / Institut für Sozial- und Organisationspädagogik
Dr. Severine Thomas , Universität Hildesheim / Institut für Sozial- und Organisationspädagogik
Ralf Mengedoth , Ev. Jugendhilfe Schweicheln
Ausrichter*in
Evangelischer Erziehungsverband e. V. (EREV)
Kooperationspartner
Evangelische Jugendhilfe Schweicheln
Matthias-Siebold-Weg 4
32120 Hiddenhausen

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