Fachprogramm
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19. Mai 2021 · 17:30 - 19:00 Uhr 55 Plätze verfügbar
Projektpräsentation

Grundbildung & Jugendberufshilfe – Forschung am Übergang Schule-Beruf

Ein Verbund der Unis Duisburg-Essen, Hannover und Medical School Hamburg foscht mit dem IB und Arbeit und Leben qualitativ zu Grundbildung und Alphabetisierung in Angeboten der Jugendberufshilfe. Im Fokus stehen Jugendliche und Fachkräfte.

Die Veranstaltung stellt ein im Rahmen der Nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung gefördertes Forschungsprojekt vor: „Grundbildung im Kontext von Arbeit und Berufsorientierung: Zugänge schaffen und Übergänge gestalten“ (GABO). Dabei werden durch den Internationalen Bund e.V. und Arbeit und Leben e.V. die Perspektiven von Angebotsträgern mit Expertise in der Jugendberufshilfe (SGB II/SGB III, SGB VIII), am Übergang Schule-Beruf sowie der Grundbildung eingebunden.

Gäste der Fachveranstaltung können bereits im Vorfeld des 17. DJHT Fragen und Erfahrungen, welche sie einbringen möchte, über ein Padlet mitteilen. Es wird die Gelegenheit geben Ihre Eingaben im Austausch mit den Referent*innen sowie den Veranstaltungsgästen zu besprechen. Hier gelangen Sie zum Padlet: https://internationalerbundev.padlet.org/olafrother/DJHTgrundbildunguebergang (Passwort: Grundbildung). Wir freuen uns über Ihre Eingabe!

Der GABO-Forschungsverbund besteht aus renommierten Forscher*innen mit Expertise sowohl in Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit, der Pädagogik als auch der Grundbildungsforschung: Dr. Natalie Pape, Prof. Dr. Wibke Riekmann sowie Prof. Dr. Helmut Bremer. Das Forschungsprojekt widmet sich einer kaum beleuchteten Schnittmenge von Handlungsfeldern: Grundbildungs- sowie Alphabetisierungsangebote und Jugendberufshilfe bzw. arbeitsweltbezogener Jugendsozialarbeit. Einerseits adressieren Grundbildungsangebote deutlich überwiegend Erwachsene. Andererseits ist Grundbildung ein zentrales Thema in der Lebensphase Jugend. An weniger schulische Angebotsformen der Jugendhilfe und Jugendsozialarbeit wird dabei jedoch selten gedacht.
Empirisch nimmt das Forschungsprojekt sowohl Teilnehmende und Adressat*innen als auch Professionelle in den Blick. Eine Vorstellung des Projektes hat für den DJHT also doppelte Bedeutung.

Da Jugendliche mit Lese-und Schreibschwierigkeiten im s.g. Übergangssystem besonders häufig anzutreffen sind, konzentriert sich das Projekt auf Teilnehmende an Angeboten im Übergang Schule-Beruf sowie junge Erwachsene in der frühen Phase des Erwerbslebens. Auf der Ebene der Teilnehmenden und Adressat*innen sind die Fragen zentral, welche Bedeutung Schriftsprache und Grundbildung im (Arbeits-)Alltag für sie hat, welche Lernanlässe und -motive sich vor diesem Hintergrund für sie ergeben und inwiefern sie die (Grund-)Bildungsangebote als daran anschlussfähig wahrnehmen. Auf der Ebene der Professionellen geht es darum, welche Grundbildungsvorstellungen und Literalitätskonzepte sie haben, und inwiefern professionelles Handeln bzw. Vorstellungen davon durch bildungs- und berufsbiografische Erfahrungen mitgeprägt werden.

Ein gemeinsames normatives Ziel und Selbstverständnis von Grundbildungsangeboten und Angeboten der Jugendberufshilfe ist zweifelsohne die Begleitung der emanzipatorischen Entwicklung der Teilnehmenden und Adressat*innen. Dies geschieht in der Lebensphase Jugend allerdings in einem Rahmen, der zugleich von Normierungs- und Anpassungserwartungen verschiedener gesellschaftlicher Instanzen an Jugendlichen und junge Erwachsene geprägt ist. Eine Verschränkung von Expertisen, Perspektiven und Leitbildern professionellen Handelns aus Grundbildung und Jugendberufshilfe eröffnet die Möglichkeit diese Widersprüche bearbeitbar zu machen.

Die Veranstaltung möchte Fachkräfte der Jugendhilfe und besonders der Jugendberufshilfe für Grundbildung sensibilisieren. Ein Impulsvortrag, eine Fragerunde mit Podiumsbeteiligten und eine ausführlichen Frage- und Diskussionsrunde setzen den Rahmen für einen professionsübergreifenden Austausch. Für die Gäste möchte die Fachveranstaltung den Stellenwert von Grundbildung herausarbeiten, und zugleich deren fachlichen Perspektiven Raum geben und sie aufnehmen.

Idealerweise halten Sie während der virtuellen Veranstaltung idealerweise ein mobiles Endgerät (Smartphone oder Tablet) bereit.

Referierende
Prof. Dr. Wibke Riekmann, Hamburg Medical School
Dr. Natalie Pape, Leibniz Universität Hannover
Prof. Dr. Helmut Bremer, Universität Duisburg-Essen
Anke Frey, Arbeit und Leben, Bundesarbeitskreis
Karola Becker, Internationaler Bund e.V., Mitglied des Vorstandes
Olaf Rother, Internationaler Bund e.V.
Moderation
Marina Sliwinski, Internationaler Bund e.V.
Ausrichter*in
Internationaler Bund e.V.
Kooperationspartner
ARBEIT UND LEBEN
Universität Duisburg-Essen
Leibniz Universität Hannover
Hamburg Medical School

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