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20. Mai 2021 · 09:00 - 10:30 Uhr
Fachforum

Digitale Zukunft? – Möglichkeiten und Grenzen der Digitalisierung des internationalen Jugendaustausches / im Online-Archiv verfügbar

Gemeinsam mit Expert*innen wollen wir diskutieren, wie das Arbeitsfeld der Internationalen Jugendaustausch nach oder mit Covid-19 aussehen wird. Was bzw. wo wird Neues entstehen? Wie können Kontakte z.B. digital unterstützt aufrecht erhalten werden?

Durch die Covid-19 Pandemie entstand die Notwendigkeit der Digitalisierung von unterschiedlichen Bildungsbereichen. Der internationale Jugendaustausch bildet hier keine Ausnahme, aber durch die grenzüberschreitenden Aktivitäten ist dieser Arbeitsbereich von den Einschränkungen durch Hygienevorschriften und Reisetätigkeiten besonders betroffen. Nach den Grenzschließungen war der internationale Jugendaustausch in das außereuropäische Ausland praktisch nicht mehr möglich. Deshalb bieten digitale Formen der Zusammenarbeit einerseits die Chance weiterhin mit den ausländischen Partnerorganisationen in Kontakt zu bleiben und digitale Veranstaltungsformate zu entwickeln, die auch nach der Pandemie geeignet sind, eine grenzüberschreitende Kooperation zu stärken. Ohne die Pandemie wäre eine Digitalisierung dieses Ausmaßes mit seinen Chancen nicht möglich gewesen. Andererseits kann und wird der digitale Austausch, auch wenn man sich bemüht ihn interaktiv zu gestalten, eine präsente Begegnung von Menschen nicht ersetzen. Insbesondere die Begegnung und die Auseinandersetzung im vertraulichen Gespräch am Rande von Veranstaltungen lässt sich digital nur schwer simulieren. Ebenso sind gruppendynamische Prozesse im digitalen Raum nur in Ansätzen nachzustellen. Darüber hinaus stellt sich die Frage, inwiefern digitale Austauschformen nicht auch ganze Bevölkerungsgruppen ausschließen, die weder über die Erfahrung, technischen Möglichkeiten noch die notwendigen Informationen verfügen.
o Digitalisierungsentwicklungen seit Ausbruch der Pandemie darstellen
o Positive Erfahrungen mit digitalen Instrumenten und Formaten teilen
o Grenzen der digitalen Zusammenarbeit verdeutlichen
o Diskussion von notwendigen Erweiterungen der digitalen Instrumente
o Diskussion wie digitale Formate auch genutzt werden können, neue Zielgruppen an den präsenten Jugendaustausch heranzuführen
o Diskussion des Fortbildungsbedarfes von Fachkräften im Feld der digitalen internationalen Zusammenarbeit

In unserem Fachforum kommen wir mit Expertinnen und Experten der digitalen Bildung ins Gespräch. Diskurse, die oft außerhalb der internationalen Jugendarbeit stattfinden, sollen in unser Arbeitsfeld geholt werden und auf Anschlussfähigkeit überprüft werden: Gibt es bereits (auch technische) Schnittstellen zwischen Schule und non-formalem Jugendaustausch?
Gemeinsam mit Fachkräften der internationalen Jugendarbeit wollen wir zudem eruieren, inwieweit eine praktische, lebendige, partizipative Lernerfahrung in den digitalen Raum übertragen werden kann und welche Tools/Anbieter hier sinnvolle Beiträge leisten.
Auch Praktikerinnen und Praktiker, die hybride und digitale Formate durchgeführt haben, sind eingeladen, ihre Erfahrungen zu teilen und zu diskutieren.

Referierende
Benjamin Holm, Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch GmbH
Ausrichter*in
Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch GmbH
Kooperationspartner
ConAct – Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch
Deutsch-Französisches Jugendwerk (DFJW)
Deutsch-Polnisches Jugendwerk (DPJW)
IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit in der Bundesrepublik Deutschland e.V.
Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch - ConAct
Koordinierungszentrum Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch – Tandem

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