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18. Mai 2021 · 14:00 - 15:30 Uhr
Workshop

Die EU-Ratspräsidentschaft – Folgen für die deutsche Praxis (im Online-Archiv verfügbar)

Konnte die deutsche EU-Ratspräsidentschaft nachhaltige Impulse für die deutsche Kinder- und Jugendarbeitspraxis setzen? Diese Frage wird mit Vertreter*innen der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und der kommunalen Ebene diskutiert.

Jugendarbeit sowie Jugend und Demokratie sind Themen, die auf europäischer Ebene diskutiert und verhandelt werden, aber auch in den deutschen jugendpolitischen Debatten eine wichtige Rolle spielen. Unter dem deutschen Vorsitz der EU-Ratspräsidentschaft 2020 wurden jugendpolitisch Weichenstellungen gestellt: die Ratsentschließung „European Youth Work Agenda“, die Ratsschlussfolgerungen zur Förderung des demokratischen Bewusstseins und des demokratischen Engagements junger Menschen in Europa, aber auch eine Neuauflage der EU-Jugendgarantie wurden verabschiedet. Mit dem Mehrjährigen Finanzrahmen, dem Programm Erasmus+ und dem Europäischen Solidaritätskorps wurde zudem unter deutscher EU-Ratspräsidentschaft ein wichtiger finanzieller und jugendpolitischer Rahmen für die nächsten Jahre gesetzt. Mit dem Ende der deutschen EU-Ratspräsidentschaft stellt sich die Frage, welche Chancen und Folgen diese europäischen Prozesse für die deutsche Praxis der Kinder- und Jugendhilfe, und insbesondere die Jugendarbeit, haben.
Die Arbeitsstelle europäische Jugendpolitik am Deutschen Jugendinstitut beschäftigt sich mit den europäischen Entwicklungen zu den Themen Youth Work und Demokratieförderung und hat das BMFSFJ in Bezug auf die EU-Ratspräsidentschaft wissenschaftsbasiert zu den Inhalten beraten. In diesem Workshop wird die Arbeitsstelle in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft evangelische Jugend (aej) und der BAG Katholische Jugendsozialarbeit gemeinsam mit Vertreter*innen der deutschen Kinder- und Jugendarbeitspraxis auf die deutsche EU-Ratspräsidentschaft zurückblicken.
Nach einem kurzen Input worin die zentrale Beschlüsse und Inhalte der EU-Ratspräsidentschaft vorgestellt werden, findet eine Paneldiskussion mit Vertreter*innen verschiedener Organisationen der Kinder- und Jugendhilfe (BAG KJS, BKJ, IJAB, aej, kommunale Ebene) statt. Angefragt sind Organisationen, die einerseits in der Jugendarbeit bzw. Jugendbildungsarbeit und anderseits in ihre Arbeit auch europäisch tätig sind. Mit ihnen werden u. a. folgende Fragen diskutiert:
- Welche Impulse entstehen aus den europäischen Diskussionen für die Jugendarbeit in Deutschland?
- Was kommt in Deutschland von den Impulsen in der Praxis der Jugend(sozial)arbeit an?
- Wie können einzelne Impulse den (thematischen) Austausch in der Jugend(sozial)arbeit stärken?
- Was bedeuten die thematische und finanzielle Schwerpunktsetzungen für die deutsche Praxis?
Anschließend wird in verschiedenen Kleingruppen (online und vor Ort) diskutiert, welche Impulse für die deutsche Kinder- und Jugendarbeit daraus entstehen (können) und wie diese Impulse helfen können, den in der Kinder- und Jugendarbeit stattfindenden Austausch zu bereichern.

Der Workshop richtet sich explizit an Adressaten in Deutschland und wird in deutscher Sprache durchgeführt.

Geplanter zeitlicher Ablauf
Input im Plenum: 15 Minuten
Paneldiskussion: 20 Minuten
Kleingruppen: 25 Minuten
Vorstellen der Diskussionsergebnisse im Plenum: 10 Minuten
Diskussion im Plenum: 10 Minuten
Abschluss: 10 Minuten

Referierende
Dorothee Ammermann, Arbeitsgemeinschaft evangelische Jugend (aej)
Alexander Häuser, Bundesarbeitsgemeinschaft katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS)
Rolf Witte, Bundesvereinigung für kulturelle Bildung (BKJ); IJAB
Frederike Dr. Hofmann-van de Poll, Arbeitsstelle europäische Jugendpolitik (AeJP)
Moderation
Andreas Rottach, Arbeitsstelle europäische Jugendpolitik (AeJP)
Andrea Pingel, Bundesarbeitsgemeinschaft katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS)
Ausrichter*in
Arbeitsstelle europäische Jugendpolitik am Deutschen Jugendinstitut
Kooperationspartner
Arbeitsgemeinschaft evangelische Jugend (aej)
BAG Katholische Jugendsozialarbeit

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