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18. Mai 2021 · 15:45 - 17:15 Uhr
Fachforum

Die Corona-Krise als Herausforderung für benachteiligte Jugendliche und die Jugendsozialarbeit – Was bleibt? Was folgt?

Die Corona Pandemie hat benachteiligte Jugendliche besonders stark getroffen. Wir wollen gemeinsam diskutieren: wie erleben diese jungen Menschen den Lockdown und die Zeit danach? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Jugendsozialarbeit?

Inhalte der Veranstaltung
Die Corona Pandemie hat die gesamte Gesellschaft in einen Ausnahmezustand versetzt, den es so zuvor noch nie gegeben hat. Schnell hat sich abgezeichnet, dass die krisenhafte Situation rund um die Entwicklung des Covid-19-Virus benachteiligte Jugendliche besonders stark trifft: Mit der Schließung oder der nötigen Einschränkung von Angeboten von sozialen Einrichtungen wie Jugendendwerkstätten, Produktionsschulen und Beratungsstellen fielen wichtige Schutzräume für diese jungen Menschen weg. Somit erfuhren ohnehin schon benachteiligte jungen Menschen, eine immense Mehrbelastung und zusätzliche Benachteiligung, die sonst durch die Angebote der Jugendsozialarbeit aufgefangen werden konnten.

Viele Träger der Jugendsozialarbeit haben schnell reagiert und Wege gefunden, um junge Menschen weiterhin zu unterstützen und in Krisen zu intervenieren. Eine Umstellung auf niedrigschwellige Online-Beratung und Kommunikation über das Telefon wurden als Möglichkeiten genutzt, um in Kontakt zu bleiben und das Vertrauensverhältnis aufrecht zu erhalten. Als großes Hindernis zeigte sich dabei der fehlende Zugang der jungen Menschen zu erforderlicher technischer und leistungsstarker Ausstattung um online-Angebote entsprechend nutzen zu können. In vielen Haushalten benachteiligter Jugendlicher gehören Laptops und Tablets nicht zum selbstverständlichen Zubehör, um beispielsweise auch den Anforderungen des sogenannten Homeschoolings gerecht zu werden.

In unserer Veranstaltung wollen wir uns der Frage widmen, wie es diesen jungen Menschen seit der Zeit des ersten Corona Lockdowns ergeht. Welche Ängste und Sorgen haben sie, die sie weiter begleiten werden? Welche Auswirkungen hat die Krisensituation auf ihr Leben und ihre weitere Entwicklung? Welche Nachwirkungen werden die jungen Menschen langfristig beschäftigen?

An vielen Orten wurden durch die großen Herausforderungen angesichts der Corona Krise neue Ansätze, wertvolle Methoden, Verfahren und auch Richtlinien entwickelt. Gemeinsam wollen wir einen Blick darauf werfen und diskutieren, was die Jugendsozialarbeit aus der Corona Zeit gelernt hat und welche Veränderungen und Ideen beibehalten bzw. weiterverfolgt und weiterentwickelt werden sollten.

Methoden: Inputs, Podiumsdiskussion, Filmclips/O-Töne, digitale Abstimmungstools

zeitlicher Ablauf:
10 min - Begrüßung, Vorstellung, Einführung
Teil I - Inputs
10 min - 1. Prof. Dr. Wolfgang Schröer, Ergebnisse der JuCo-Studie mit Fokus auf benachteiligte Jugendliche
10 min - 2. Prof. Dr. Birgit Reißig, Ergebnisse der Kurzbefragung im Rahmen des Surveys AID:A zu den Auswirkungen von Corona mit Fokus auf benachteiligte Jugendliche
TEIL II - 50 min Podiumsdiskussion mit
• Prof. Dr. Wolfgang Schröer – Universität Hildesheim
• Prof. Dr. Birgit Reißig – Deutsches Jugendinstitut
• Angela Werner - Sprecherin des Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit 2020/2021
• Ute Lohde - GrünBau gGmbH, Betriebsleitung Jugendhilfe, Jugendberufshilfe und schulbezogene Angebote
• Yacouba Coulibaly – Care leaver und Student der sozialen Arbeit
10 min - Zusammenfassung, Verabschiedung

Moderation: Barbara Klamt, LAG JSA Bayern

Referierende
Wolfgang Schröer, Stiftung Universität Hildesheim
Birgit Reißig, Deutsches Jugendinstitut
Angela Werner, Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit
Ute Lohde, GrünBau gGmbH
Yacouba Coulibaly, Student
Moderation
Barbara Klamt, Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit Bayern
Ausrichter*in
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.
Kooperationspartner
Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit
c/o Bundesarbeitsgemeinschaft örtlich regionaler Träger der Jugendsozialarbeit e.V. (BAG ÖRT)
Marienburger Straße 1
10405 Berlin
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