Vortrag + Diskussion
Internationaler Bund (IB)
Die Zahl von Familien in Wohnungsnotfällen steigt. Die Veranstaltung zeigt auf, wie bedarfsgerechte, niedrigschwellige Hilfen die Situation der Betroffenen verbessern können und stellt die Frage, welche Chancen sich aus der Kooperation zwischen Wohnungslosenhilfe und Kinder- und Jugendhilfe ergeben.
Laut dem Statistikbericht der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) steigt der Anteil von Familien in Wohnungsnotfällen. Dazu gehören nach der Wohnungsnotfalldefinition Personen, die wohnungslos oder von Wohnungslosigkeit bedroht sind oder in unzumutbaren Wohnverhältnissen leben. Damit sind auch immer mehr Kinder und Jugendliche von dieser existenziellen Form der sozialen Ausgrenzung und ihren Auswirkungen auf Familiensysteme und Teilhabechancen betroffen.
Die Entwicklungen stellen die beiden Hilfesysteme der Wohnungslosenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe vor ganz neue Herausforderungen: Einerseits ist die Wohnungslosenhilfe gefordert, sich auf die spezifischen Anforderungen von Familien einzustellen. Andererseits sehen sich klassische ambulante Erziehungshilfen mit teilweise sehr komplexen Problemlagen konfrontiert, in denen der erzieherische Bedarf oft von anderen Fragestellungen überlagert wird.
Im Rahmen der Veranstaltung soll am Beispiel von zwei Angeboten (Großstadt Stadt und ländlicher Raum) diskutiert werden, wie beide Hilfesysteme gemeinsam dazu beitragen können, den betroffenen Familien gerecht zu werden.
Ablauf:
1. Vortrag Claudia Otte, Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW), Referentin für Familien in Wohnungsnotfällen: Familien in Wohnungsnotfällen - Aktuelle Entwicklungen und Handlungsansätze der Wohnungsnotfallhilfen
2. Vortrag Ines Ring, Internationaler Bund (IB), Ambulante Hilfen zur Erziehung Landkreis Leipzig: Das Ergänzungsmodul "Fit im Alltag" (FiA) - Ambulante Hilfen für Familien in prekären Lebenslagen
3. Vortrag Ines Dullnig und Anna Sckopke, Internationaler Bund (IB), Familien Interventionsteams München: Frühe Hilfen in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe
4. Gemeinsamer Austausch mit den Teilnehmenden: Gelingende Kooperationen gestalten - Familien in Wohnungsnotfällen bedarfsgerecht versorgenHier steht die Überschrift
Adressat*innen
Hauptamtliche der Kinder- und Jugendhilfe
Politik & Verwaltung